Gesunde Kohlenhydrate: Vollkornbrot

Längst wissen wir alle, dass Vollkornweizen die gesündeste, weil am wenigsten verarbeitete, Sorte ist. Das richtige Brot im Supermarkt Dschungel zu finden ist jedoch gar nicht so einfach, denn nicht jedes Brot, das als Körnerbrot oder dunkels Brot angepriesen wird, ist auch tatsächlich ein Vollkornbrot. Irreführend ist dies vor allem in Verbindung mit einer braunen Brotfarbe. Oft wird das Brot mit Melasse oder Zuckerkulör künstlich braun gefärbt, um es gesünder aussehen zu lassen.

Gegen die irreführenden Bezeichnungen und Tricks der Hersteller kann man leider wenig tun, aber man kann sich selbst so gut informieren, so dass man in Zukunft weiß, worauf man beim Brotkauf achten muss.

Irrtümlicherweise gilt Brot immer noch als Dickmacher. Dabei kann Brot sogar beim Abnehmen helfen und eine Diät optimal aufwerten. Das liegt daran, dass Brot wenig Fett enthält und die Vollkornvariante noch zusätzlich viele sättigende Ballaststoffe. Was bei einer Brotmahlzeit allerdings leicht die Kalorien in die Höhe treiben kann ist der Belag. Sehr fettige Aufstriche sollte man meiden, ebenso Butter oder Margarine, die man am besten durch Olivenöl ersetzt. Das sorgt für Geschmack und schützt das Herz.

Was Vollkornweizen so gesund macht


Vollkornweizen ist so gesund, weil er viele komplexe Kohlenhydrate, wenig gesättigte Fettsäuren und Proteine enthält . Außerdem ist es reich an Ballaststoffen, sowie Vitaminen und Mineralstoffen.

Betrachtet man den Aufbau eines Getreidekorns, so kann man besser verstehen, wieso Vollkorn mehr gesunde Inhaltsstoffe enthält. Das Getreidekorn besteht aus drei Schichten: der äußeren Schicht (Kleie), die den Keim und Mehlkörper (Endosperm) umschließt. Die Kleie enthält Mineralstoffe, B-Vitamine, Ballaststoffe, Antioxidantien und Phytonährstoffe. Der Keim enthält Antioxidantien, B-Vitamine, Vitamin E, ungesättigte Fettsäuren und Phytonährstoffe. Die Endosperm enthält hauptsächlich Kohlenhydrate und Proteine, aber nur geringe Mengen an Mineralstoffen und Vitaminen. Bei der Verarbeitung zu normalem Weißmehl werden die Kleie und und der Keim entfernt, somit auch ein Großteil der Vitamine und Mineralstoffe.

Es wird zwar versucht das raffinierte Mehl wieder mit Vitaminen aufzuwerten, alles kann jedoch nicht ersetzt werden. Es lohnt sich also auf die Vollkornvariante zurück zu greifen.

Wie Sie echte Vollkornprodukte erkennen und richtig lagern


Bei einem echten Vollkornbrot muss der Hauptbestandteil in der Zutatenliste Vollkornmehl sein. Er sollte also an erster Stelle stehen.

Mehrkornbrote können komplett aus raffiniertem Mehl hergestellt werden, man muss deshalb auch hier die Zutatenliste genau studieren, ob auch tatsächlich Vollkornmehl(e) verwendet wurden.

Bei Pumpernikel handelt es sich zum Beispiel oft um ein gewöhnliches Roggenbrot, dem Melasse zugefügt wurde, um eine dunkle Farbe zu erreichen. Reines Vollkornroggenbrot ist in der Regel nicht luftig und wird deshalb meistens mit Weizen gemischt. Man kann deshalb nach Broten mit aufgeschlossenem Roggen und Vollkornweizen Ausschau halten.

Brot sollte man niemals im Kühlschrank lagern, da es dort schneller hart und altbacken wird. Die Feuchtigkeit fördert außerdem die Schimmelbildung. Darüber hinaus nimmt Brot sehr leicht andere Gerüche auf, ein weiterer Grund, wieso der Kühlschrank kein geeigneter Platz dafür ist. Da viele Vollkornbrote oft keine Konservierungsmittel enthalten, empfiehlt es sich einzelne Scheiben einzufrieren und bei Bedarf aufzutauen. Das geht bei Zimmertemperatur oder im Toaster. Für ein bis zwei Tage kann man es auch frisch in einer Plastiktüte verwahren.

Verschimmeltes Brot muss sofort entsorgt werden. Es genügt nicht die sichtbar befallenen Stellen wegzuschneiden, da der eigentliche Schimmelpilz bereits das ganze Brot befallen hat.

Frisches Brot selber backen


Es kann ganz schön nerven- und zeitaufreibend sein immer die Zutatenlisten zu durchforsten, um an das perfekte Brot zu gelangen. Dies ist aber nicht der einzige Weg, Sie können ihr Brot auch ganz einfach selbst backen. Alleine schon die Vorfreude beim leckeren Duft, der beim Backen entsteht ist es wert! Eine Brotbackmaschine kann nützlich sein, wenn Sie wenig Zeit haben. Alternativ kann man sich auch immer mal wieder ein Morgen am Wochenende freihalten und diesen dem Brot backen widmen.

Webtipp: Backen mit Vollkorn

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